MUSIKER

Als Musiker startete Bürger Lars Dietrich vor mehr als 20 Jahren seine vielseitige Karriere: 1994 erschien seine erste Single „Mädchenmillionär“, die er in Stefan Raabs Sendung „Vivasion“ zum ersten Mal präsentierte. Dieser Auftritt legte den Grundstein für eine langjährige Zusammenarbeit zwischen Lars und Stefan. Ihren ersten Hit landeten die beiden 1995 gemeinsam mit “Onkel Jürgen” Drews und ihrem funky Remake von “Ein Bett im Kornfeld”. Ein Jahr später stürmten sie erneut die Charts: “Sexy Eis” wurde zum Sommerhit des Jahres 1996, kurz darauf erschien das dazugehörige Album “Dicke Dinger”. Im selben Jahr feierte auch die “Sendung mit der Maus” ihr 25-jähriges Jubiläum, zu dem das Erfolgs-Duo den Hit “Hier kommt die Maus“ beisteuerte, die Single bekam Gold. Ein Jahr später, 1997, erschien das Album „Schlimmer Finger“ von Stefan Raab, an dem Lars sowohl als Texter, als auch als Sänger mitgewirkt hat („Gut geh’n“).

Bürger Lars Dietrich - Sexy Eis - Musiker
Bürger Lars Dietrich -Schwammalarm im Ozean- Musiker

1998 zeigte Bürger Lars Dietrich eine andere, ernste Seite von sich, als er die Single „Ein ganzes Jahr“ veröffentlichte. Im Laufe der nächsten Jahre steuerte Lars immer wieder selbstgeschriebene Songs zu diversen Anlässen bei, so z.B. den offiziellen Geburtstagssong zum 20. Geburtstag der Kultsendung „Löwenzahn“ (2000), den Titelsong „Zieh den Rüssel ein, Baby“ für den Ottifanten-Film “Kommando Störtebeker” (2001) oder „Schwammalarm im Ozean“, den offiziellen deutschen Song zur Kultfigur „SpongeBob Schwammkopf“ (2006). Auf dem Sampler Album „Pop 2001“ veröffentlichte er eine Coverversion des NDW Hits „Wissenswertes über Erlangen“ aus dem Jahre 1982 der Berliner Band „Foyer des Arts“, und für den Sampler „Rosebud – Songs of Goethe and Nietzsche“ (1999) schrieb er den Song „Goethe der war Dichter“, in dem er von seiner eigenen Sicht auf den Poeten erzählt.

2008 widmete sich Bürger Lars Dietrich einem anderen Genre und überraschte nicht nur seine alten Fans mit der Tatsache, dass er – neben dem Sprechgesang – auch erstaunlich gut „richtig“ singen kann. Er veröffentlichte das Album „Damenwahl“, auf dem er in allerfeinster Revue-Jazz-Manier seine ganz persönlichen, unvergesslichen Highlights aus der Musikgeschichte performt. So interpretierte er Klassiker wie „Mein Mädchen“ von Heinz Erhardt oder auch „Schmidtchen Schleicher“ von Nico Haak auf eine sehr authentische Weise neu. Auch live brachte er mit seiner Big Band die Bühnen der Republik zum Swingen.

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Bürger Lars Dietrich -Damenwahl - Musiker
Foto © E. Heldt
Bürger Lars Dietrich - Dietrichs Demokratische Republik - Musiker

Mit dem 2012 veröffentlichten Album „Dietrichs Demokratische Republik“ zu seinem gleichnamigen Bühnenstück präsentiert Bürger Lars Dietrich wohl den bisher persönlichsten Einblick in sein Leben. Entstanden ist ein sehr authentisches Album, auf dem Lars seine Zuhörer mitnimmt auf eine Zeitreise in ein Land, das es nicht mehr gibt: in seine Vergangenheit in der DDR. Neben liebevollen Neuinterpretationen alter DDR-Hits von den Puhdys („TV Show“) oder Angelika Mann („Champuslied“) finden sich hier auch eigene Songs von Lars, in denen er ganz persönliche Geschichten aus seiner Kindheit und Jugend in der DDR erzählt. In „Meine DDR“, der „ABV“ oder dem „Trabbi-Song“ konnten sich schon viele Vertreter seiner Generation, die ebenfalls in der DDR groß geworden sind, wiederfinden. Eine wunderschöne Version der Ballade „Heute bin ich allein“ von Reinhard Lakomy, gesungen von Lars, rundet das Album ab.

In den letzten Jahren hat Lars auch auf einigen Compilations mitgewirkt. Neben anderen Künstlern wie Anna Thalbach, Oliver Kalkofe oder Tetje Mierendorff interpretierte er 2014 gemeinsam mit Kai Lüftner den Song „NEE!“ auf dessen Album „Rotz `n` Roll Radio“ auf seine ganz eigene Weise.

Für „Das Beste vom Traumzauberbaum“ von Reinhard Lakomy haben Künstler wie Angelika Mann, Stefanie Hertel oder Wolfgang Lippert Klassiker des Traumzauberbaums neu interpretiert. Lars, den Lakomy durch seine Jugend begleitete, hat für das Album zwei Lieder neu eingesungen: Das „Mutschekiepchen“ sowie das Duett „Die Maus Alexander“ mit der kleinen Wilma.

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Foto © Michael Rahn
Foto © Michael Rahn

DISKOGRAFIE